Chiemsee Triathlon – Die geplante 2. Mitteldistanz

Chiemsee Triathlon – Die geplante 2. Mitteldistanz

Der Eberl Chiemsee Triathlon sollte meine zweite Mitteldistanz für diese Saison werden, leider bin ich dank einer Bahnfahrt in der Woche davor, die einer Fahrt in einem Gefrierschrank glich, krank geworden.

Sonntag bis Dienstag vor dem Rennen hatte ich Halsschmerzen, Schnupfen/ Nase zu und starkes Kopfweh, neben einem allgemeinen Schlappheitsgefühl.

Am Mittwoch habe ich mich dann nochmal mit Julia (meiner Trainerin) kurzgeschlossen und sie hat mir geraten, dass Rennen zu canceln. Zu dem Zeitpunkt hatte ich meinerseits aber noch Hoffnung die Mitteldistanz doch irgendwie zu packen. Diese ist leider dann am Freitag nach einem kurzen Lauf komplett verschwunden.

Ich war sage und schreibe 26min Laufen! Und bin halb gestorben. Ich habe wenig Luft bekommen und noch deutlich gespürt, dass ich das keine für die Mitteldistanz in meinem Fall nötigen 5-6 Stunden durchhalten kann. Daher wurde nach dem Lauf direkt der Veranstalter angeschrieben und nach einer möglichen Ummeldung auf die olympische Distanz gefragt. Die habe ich mir zu dem Zeitpunkt doch eher zugetraut, auch mit der Aussicht bis Sonntag wieder eine komplett freie Nase zu haben.

Hier muss ich wirklich den Veranstalter loben, innerhalb weniger Minuten hatte ich eine Rückmeldung und war umgeschrieben auf die Olympische Distanz, die am selben Tag wie die Mitteldistanz stattfinden sollte. Soweit so gut!

Leider ist der Plan mit dem ganz gesund werden bis Sonntag nicht aufgegangen und ich bin Sonntag immer noch erkältet aufgewacht. Ich hatte Samstag aber schon mein Rad eingecheckt :/ . Kurzerhand habe ich für mich beschlossen die olympische Distanz einfach ganz locker zu absolvieren und einfach nur, wenn möglich, ins Ziel zu kommen.

So stand ich also am Sonntag um kurz nach 9 Uhr mit den anderen Triathleten im Startbereich des Chiemsee Triathlons und habe auf den Start meiner Gruppe um 9:30Uhr gewartet.

Der Plan war einfach so gut wie möglich durchzukommen und vor allem beim Schwimmen und Laufen rauszunehmen. Und so kam es dann auch…

Beim Schwimmen hatte ich zeitweise das Gefühl gar nicht vom Fleck zu kommen und irgendwo falsch oder eben nicht rechtzeitig abgebogen zu sein auf die richtige Strecke. Der Schwimmkurs zog sich gefühlt ins Unendliche. Sehr deprimierend war dann auch der Moment, als mich die erste schnelle Männergruppe überschwommen hat, die 5min nach den Damen – also meiner Startwelle – gestartet sind.

Am Rad war ich erstaunlicherweise relativ fit. Die Radzeit denke ich wäre ohne Erkältung maximal 1-2 Minuten schneller gewesen. Für die hügelige Strecke eine passable Leistung. Gebraucht habe ich hier übrigens 1h14min für 42km und circa 400hm.

Tja und dann ging es ans Laufen. Der Sprecher hatte mir in T2 noch über das Mikrofon mitgeteilt, dass ich an den Top 10 kratze. Umso ärgerlicher war es dann natürlich, dass ich wie zu erwarten schlecht Luft bekommen habe und sämtliche Anstiege auf der Laufstrecke gehen musste. So bin ich dann doch noch von einigen Damen überholt worden. Mental war das natürlich super hart, wenn man sich ständig ausmalt wie es an einem besseren Tag bei vollkommener Gesundheit ausgesehen hätte….Aber gut.

Letztendlich bin ich nach 2h45min endlich ins Ziel gekommen. Und dort dann endlich mal Hartwig Thöne persönlich getroffen!!!:)

Tja und dann zu dem peinlichen Teil des Tages für mich. Ich hatte mir in den After Race Beutel die gammligste und bequemste Jogginghose überhaupt gepackt. Super…Kurz nach dem Duschen waren nämlich die Ergebnislisten online und ich bin trotz eines schlechten Tages zweiter Platz in meiner Altersklasse von neun Teilnehmerinnen geworden. Also ging es mit besagter Jogginghose bei der Siegerehrung mit meherern hundert Teilnehmern aufs Podium, mit dem wohl schrecklichsten Outfit, was dieses Podium jemals gesehen hat…

Natürlich war der 2.Platz in der AK aber insgesamt eine tolle Belohnung für das Durchkämpfen und Durchhalten.

 

Aber nochmal werde ich das wahrscheinlich nicht machen, da sich die olympische Distanz in diesem Zustand einfach elend lang angefühlt hat und doppelt so hart.

 

Jetzt heißt es also richtig gesund werden und bleiben für den Rest der Saison!

 

Sportliche Grüße

Eure Stephanie

Print Friendly, PDF & Email

Leave a Reply

Your email address will not be published.