Saisonstart – Triathlon.de Cup 2018 – Vorbereitungen Challenge Lissabon

Saisonstart – Triathlon.de Cup 2018 – Vorbereitungen Challenge Lissabon

Die neue Saison 2018 steht vor der Tür bzw. wurde in meinem Fall spontan mit dem Triathlon.de Cup in Oberschleißheim eingeleitet.

Um ehrlich zu sein, fällt mir seit Hawaii das Training etwas schwer. Hawaii war das große Ziel, das ich mir am Anfang meiner „Triathlon-Karriere“ gesetzt hatte. Ich denke, jeder braucht so ein irrationales, großes Ziel, welches er immer vor Augen behält und so zum Beispiel während Intervallen etwas hat, an das er sich klammern kann, diesen Wunsch bzw. die Verwirklichung dieses Traums. Nachdem ich unerwarteterweise letzten Herbst mir diesen Traum erfüllen konnte, hat es etwas gedauert bis ich mit meiner Trainerin neue Ziele ausgearbeitet hatte, an deren Umsetzung ich diese Saison arbeiten möchte.

Nun aber genug gejammert und zu meinem Plan beim Triathlon.de Cup über die Volksdistanz zu starten, der sage und schreibe drei Tage vor dem Rennen geboren wurde, nachdem auf der Website/ der Facebook Seite der Veranstaltung mit zusätzlichen Nachmeldeplätzen für die Volksdistanz geworben wurde.

Zuerst allgemein vorweg spricht ganz klar der Austragungsort für das Rennen in Oberschleißheim an der Ruderregattastrecke. Diese stellt auch beim 3MUC das Renngelände dar und dort habe ich diese Strecken bzw. dieses Gelände auch lieben gelernt. Hier in Oberschleißheim bei München hat mein Triathlon-leben damals angefangen. Hier wurde ich damals ins kalte Wasser geschmissen und habe nach 6 Wochen Training meine erste olympische Distanz bestritten. Oberschleißheim stellt für mich also fast eine „heilige“ Austragungsstelle dar.

Vorab sollte ich erwähnen, dass es sich um kein A oder B Rennen handeln sollte, sondern nur um eine Vorbereitung für die Challenge Lissabon (Mitteldistanz). Da ich zu Anfang jeder Saison immer Zweifel bekomme, ob ich nicht alles verlernt habe und ob Radfahren und Laufen direkt nach dem Schwimmen so eine gute Idee ist.

Allgemein macht sich immer das Gefühl breit: Ich habe überhaupt keine Ahnung mehr wie Triathlon geht. Wie war das? Klar ist, was gefordert wird, aber wie setze ich das im Rennen unter Stress um. Ich wollte diese Volksdistanz also lediglich bestreiten um mir selbst wieder zu bestätigen, dass mir die Abläufe mittlerweile bekannt sind und ich auch längere Distanzen meistern kann.

 

Nachdem das normale Training nicht beeinflusst werden sollte, habe ich mir die angenehmste Distanz (von der Länge / Zeitaufwand her) für das Üben der Wechsel ausgesucht. Soweit der Plan. Aufgrund des guten Wetters, dachte ich mir schon, dass es einige Nachmelder für diesen Wettkampf geben wird und bin daher am Wettkampftag frühzeitig an die Strecke gefahren. Dort dann direkt die Enttäuschung: Die Volksdistanz war bereits quasi seit dem Vortag / Freitag ausverkauft. Dabei hatte der Veranstalter erst noch Werbung für das Rennen auf der Facebook Seite gemacht.

Ein Update wie viele Startplätze am besagten Wettkampftag in der Früh noch zu Verfügung gestanden hätten, wäre angebrachter gewesen und hätte so manchen eine zweistündige Anreise für nichts, erspart. Extrem ärgerlich und unnötig, wenn man doch in Zeiten von Facebook einfach ein kurzes Update posten hätte können. Nun ja, einmal am Renngelände die unverschämte Parkplatzgebühr bezahlt, wollten wir (Jule, Stefan und Ich) nicht einfach wieder frustriert nach Hause fahren, sondern haben uns sehr spontan für eine Staffel über die Volksdistanz entschieden. Die einzige und letzte Möglichkeit an diesem Tag überhaupt triathlon-wettkampftechnisch noch aktiv zu werden.

Nach einer kurzen Absprache stand direkt fest wer welche Disziplin übernehmen sollte. Ich wollte den Schwimmpart übernehmen, da ich mich hier noch am unsichersten gefühlt habe und gerne einen „Massenstart“ als Übung haben wollte. Stefan sollte den Radpart übernehmen und richtig einen raushauen und Jule den Laufpart, da sie eine starke Läuferin ist. Ganz nach dem Motto „Besser als nix“ ging unsere Staffel mit gleichem Namen, dann um 12:30Uhr an den Start. Einmal in den Neopren gezwängt, gab es kein Zurück mehr. Kurz ins Wasser gehüpft und ein zwei Schwimmzüge gemacht, bevor auch schon der Startschuss fiel. Das Gedränge im Wasser war wie immer groß, ich konnte mich aber zum Glück relativ gut positionieren, sodass ich keine größeren Schläge wie sonst abbekommen habe. Die Schwimmstrecke dieser Volksdistanz misst 400m, so war ich kaum im Wasser als es auch schon wieder rausging. Irgendwas um die fünf Minuten zeigte die Uhr, schnell den Steg raufgerobbt und den Timing Chip an Stefan abgebeben, war mein Part auch schon vorbei. Ich versuche natürlich immer das Positive zu sehen und konnte an dem Tag eben immerhin den Start üben, das Neopren Schwimmen im Wettkampf über 400m und den Ausstieg mit dem folgenden Rennen zum Wechselzonenplatz. Und Hey, besser als unglücklich wieder nach Hause zu fahren war das alle Mal.

Mit aller Kraft habe ich dann noch die anderen beiden angefeuert. Von Frustration und auch ein wenig von angestauter Aggression vermutlich angetrieben konnten wir uns den zweiten Gesamtplatz der Staffeln über die Volksdistanz sichern. An der Stelle muss ich natürlich anmerken, dass dies vor allem an der Leistung von Stefan am Rad und Jule beim Laufen lag, da die beiden richtig einen rausgehauen und uns ziemlich weit nach vorne katapultiert haben. Danke, dass ihr so geile Staffelpartner ward, an dieser Stelle!

Tja und das wars dann auch schon, meine Ängste, ob ich Triathlon überhaupt noch kann sind mir leider durch diesen Tag nicht wirklich genommen worden, aber der Wettkampf am Samstag wird trotzdem so weit es geht gerockt und ich gebe mein Bestes.

 

Liebe Grüße und ich hoffe euch gefällt so ein kleiner Einblick in meine Vorbereitung bzw. ein paar allgemeine Gedanken vor meinem Rennen.

 

Anbei ein paar Bilder aus Lissabon.

Eure Stephanie

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