3MUC Triathlon Oberschleißheim 2016

3MUC Triathlon Oberschleißheim 2016

Gestern bzw. am 28.08.2016 war es soweit, mein (voraussichtlich) letzter Triathlon für diese Saison stand an. Der 3MUC Triathlon ist für mich immer etwas ganz Besonderes. Hier hat vor mittlerweile fast 3 Jahren meine „Triathlonkarriere“ angefangen. Und ich muss wirklich sagen, für Triathloneinsteiger gibt es meiner Meinung nach in der Münchner Umgebung im späten Sommer keinen besseren Triathlon. Das Gelände ist super übersichtlich, man kann also nicht verloren gehen bzw. den Weg nicht finden. Ich muss zugeben, dass ich mir zu Anfang darüber immer Sorgen gemacht habe. Mittlerweile weiß ich, dass das kein wirkliches Problem während des Triathlons ist, da man zu 90% immer Jemanden vor sich hat, dem man „folgen“ kann. ? Zu den Vorteilen vom 3MUC kommt die geringe Startgebühr und der trotzdem autofreie Radweg (Straßensperrungen treiben die Startgebühren immer in die Höhe). Und für mich sind hierbei auch zusätzlich noch die nicht vorhandenen Höhenmeter ein klarer Vorteil.

So jetzt aber zum Raceday:
Begleitet von meinen Eltern ging es am Sonntag um kurz nach acht zur Ruderregatta in Oberschleißheim. Vor Ort habe ich Startunterlagen abgeholt, Rad eingecheckt und die zwei verschiedenen Wechselzonen „eingerichtet“, oder besser gesagt, hergerichtet/ prepariert. Relativ gelassen habe ich mich dann zu meinen Eltern gesellt und bis um 9:45Uhr gechillt. Was mir Sorgen gemacht hat war, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt relativ ruhig war und nicht dieses vor einem Wettkampf übliche ziehen im Bauch hatte bzw. diese Nervosität. Mit angezogenem Triathloneinteiler und dem Neopren drüber (die Ruderregatta ist trotz hoher Temperaturen immer relativ angenehm kalt) ging es zum Startbereich im Wasser. Das Einschwimmen habe ich weggelassen, weil ich schlicht und einfach keine Lust hatte und mich nicht mit den anderen im engen Startbereich prügeln wollte. ?

Der Startschuss ertönte und ich bin gemächlich dahin geschwommen. Da meine Schwimmleistung in den Wochen vorher erheblich abgebaut hat, wollte ich das Schwimmen allgemein gemütlicher angehen um mir die spätere Radleistung nicht zu versauen. Was hier beim 3MUC übrigens auch erwähnenswert ist, ist der rücksichtsvolle Umgang im Wasser. Zumindest wesentlich rücksichtsvoller als bei allen anderen Triathlonveranstaltungen, bei denen ich schon teilgenommen habe. Nach 28:50min war ich endlich fertig mit dem Schwimmen.

Unangenehm beim Schwimmausstieg ist hier leider, dass man sich auf einen Steg ein wenig hoch hieven muss und sich dann seitlich rauf robben muss. Das ist natürlich anstrengend und sieht zumindest bei mir auf den Bildern immer nicht besonders sportlich aus. ?

Schnell wurde der Neo ausgezogen und dann saß ich auch schon auf dem Rad. Die Radstrecke besteht hier aus einem Rechteck um den See herum, dass acht Mal abgefahren werden muss. Super war natürlich, dass es windig wurde sobald ich auf meinem Rad saß. Das hieß einerseits ein hartes Kämpfen gegen den Wind auf der einen längeren Geraden des Rechtecks andererseits auf der anderen dann aber Rückenwind. ? Alles in Allem lief das Radfahren soweit gut und ich konnte einige Männer und Frauen einsammeln. Aufgrund der Tatsache, dass man aber mehrere Runden fährt, weiß man nie was seine aktuelle Position innerhalb des Rennens ist.

Ändern sollte sich das als ich nach 1:08h vom Rad gestiegen bin und in der Wechselzone am Boden saß um mir die Socken ordentlich anzuziehen. (Da lege ich Wert drauf ? !!) Mehrere Leute schrien irgendetwas von wegen keine Frauen (mehr habe ich nicht verstanden) und der Moderator meinte: „Bisher noch keine Sicht von der ersten Frau die vom Rad kommt !Oh.. jetzt wird mir doch gerade berichtet… Ah jetzt sehe ich sie auch! Die erste Frau geht auf die Laufstrecke mit einer genialen Radzeit. Ich suche gerade noch ihren Namen in der Liste, ah… da ist er! Stephanie Huber mit der Nummer 1065 geht als erste Frau auf die 10km lange Laufstrecke! Einen dicken Applaus ( oder so ähnlich)…“ Ein unbeschreibliches Gefühl!! Extrem motiviert habe ich mir erst Mal ausreichend Wasser zum Kühlen (extrem wichtig bei 33Grad) über gekippt und bin fast schon losgesprintet. ?

Laufen ist meine schwächste Disziplin und es fällt mir insgesamt extrem schwer, wie ich schon öfters betont habe. So konnte ich meinen ersten Platz leider nur bis km 2 verteidigen, bis die Erstplatzierte an mir vorbei schwebte, oder soll ich besser sagen flog. Wie machen diese Leute das?;) Naja, schlussendlich hat mein Kreislauf einige Male eine Gehpause gefordert und so überholten mich noch drei weitere Frauen bevor ich endlich auf die Zielgerade abbiegen konnte.

Direkt nach dem Zieleinlauf nach 2:35h habe ich die Schuhe ausgezogen und bin in den See gestürmt um mich endlich richtig runter zu kühlen. Auf diesen Moment hatte ich mich seit km 1 beim Laufen gefreut.

Letztendlich bin ich 5. Frau Gesamt geworden bei einem super heißen Rennen und das Mal wieder als jüngste Teilnehmerin überhaupt. Die Altersklasse habe ich nebenbei auch gewonnen, wobei ich dafür nur hätte finishen müssen, da sich meine Altersklassenkolleginnen vor dem heißen Rennen gedrückt haben und gar nicht erst zum Start erschienen sind.

Ein tolles Gefühl, dass ich das Rennen, wenn auch nur kurz, angeführt habe! Trotz der schlechteren Gesamtzeit wie letztes Jahr bin ich glücklich und habe mein Overall-Ziel nämlich heil und glücklich im Ziel anzukommen erreicht!

Ich hoffe ich konnte euch ein paar schöne/ interessante Einblicke gewähren und habe Euch heiß auf den 3MUC Triathlon 2017 (http://www.3muc.com/) gemacht!?!

Liebe Grüße

Eure Stephanie

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